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Alltag3 Min. Lesezeit

Warum ich kleine Apps baue statt eines großen Service

Warum ich statt eines ambitionierten Startups lieber viele kleine Apps baue. Gedanken eines Solo-Entwicklers über schnelles Veröffentlichen, geringes Risiko und die Freude am Bauen.

Das Wichtigste

Statt ein Jahr auf einen großen Service zu setzen, baue ich viele kleine Apps. Schnell veröffentlichen und Reaktionen sehen, beim Scheitern wenig verlieren, und vor allem bleibt die Freude, etwas fertig zu bauen.

Auf dieser Seite

"Verdient man damit überhaupt Geld?" Diese Frage höre ich öfter. Ehrlich gesagt: meistens nicht. Trotzdem baue ich weiter kleine Apps. Warum eigentlich?

Ich habe mich an großen Projekten aufgerieben

Es gab eine Zeit, in der ich Monate in "den einen richtigen Service" gesteckt habe. Konzept verfeinern, die perfekte Architektur entwerfen, vor dem Launch immer weitere Features anbauen. Einige dieser Projekte haben es aus Erschöpfung nie zum Launch geschafft.

Das Problem war, dass das Feedback viel zu spät kam. Erst nach Monaten des Bauens erfährt man: "Niemand benutzt es."

Was sich ändert, wenn man klein baut

Für kleine Apps gelten andere Regeln.

  • In 2 Wochen veröffentlichen. Spätestens in einem Monat.
  • Kommt keine Reaktion, schnell einstellen. Verloren sind nur 2 Wochen.
  • Kommt eine Reaktion, genau dort weiter ausbauen.

Statt ein Jahr an einem großen Ding zu bauen, baue ich zehnmal etwas Kleines und lerne dabei. Wenn von zehn nur ein oder zwei überleben, reicht das völlig.

Wer die Größe des Scheiterns verkleinert, macht aus Scheitern Lernen.

Und vor allem: die Freude, etwas fertigzustellen

Der größte Vorteil kleiner Apps ist, dass sie am Ende tatsächlich fertig werden. Die Erfahrung, Angefangenes abzuschließen, ist stärker, als man denkt. Ein Minispiel wie Welle des Tages zu bauen, es in die Welt zu setzen und zuzusehen, wie jemand es jeden Tag öffnet, diese Freude gibt die Kraft für das nächste Projekt.

Deshalb auch jetzt

Dieser Blog ist eine Fortsetzung davon. Kein großes Medienprojekt, sondern ein Ort, an dem sich kleine Geschichten über Gebautes ansammeln. Heute eine Sache fertigzustellen bringt mich immer weiter als der große Plan.

Bauen Sie etwas Kleines. Es verändert mehr, als man denkt.

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